Google hat in den letzten Monaten einige bedeutende Entwicklungen bekanntgegeben.

Im November wurde veröffentlicht, dass die Suchmaschine zukünftig mobile Websites vorrangig indexieren wird. Dann, im Juni diesen Jahres, hat Google’s Senior VP of Ads and Commerce, Sridhar Ramaswamy, in einer Ankündigung veröffentlicht, dass Google der „Coallition for better Ads“ beigetreten ist. Einer Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Online Ad Erlebnis zu verbessern.

Die Koalition hat kürzlich einen Bericht über detaillierte Richtlinien veröffentlicht,  wie zukünftig bessere Anzeigen kreiert werden sollten, die nicht mehr als störend empfunden werden.

Google nutzte kürzlich einige der Vorgaben für einen Post auf ihrem DoubleClick blog, den Ihr hier lesen könnt. Ohne zu stark ins Detail zu gehen, lässt sich wohl sagen, dass die am wenigsten nervenden Anzeigen, jene sind, die sich am unauffälligsten in den eigentlichen Inhalt integrieren.

Vielleicht geht es nur uns so, aber das klingt für uns vor allem nach Social Ads.

Nun ist es noch wichtig anzumerken, dass der Doubleclick Post nicht auf Social Ads verweist, sondern auf mehr traditionelle digitale Anzeigen, die uns allen von Publisher Seiten bekannt sind.

Dennoch ist die Botschaft klar:

Internetnutzer wollen heute keine Anzeigen mehr, die stören oder unterbrechen, sondern die sich an ihren Interessen orientieren und Mehrwert bieten.

Das ist auch der Grund dafür, dass Social Ads mit 2017 ein hervorragendes Jahr bevorsteht – Analysten haben vorhergesagt, dass die Ausgaben für Social Ads die 35 Milliarden Dollar Marke überschreiten werden. Wenn man es richtig macht, ist social advertising ein hervorragendes Investment in deine Marke. Hier sind drei Gründe dafür:

Paid Social ist eine Notwendigkeit, wenn deine Marke auf Sozialen Netzwerken sichtbar sein soll

Organische Reichweite ist schön und gut und ist nach wie vor wichtig. Dennoch sollte dir bewusst sein, dass es wirklich nötig ist das ganze mit Social Ads zu unterstützen.

Warum? Naja, es gibt z. B. diese Statistik:

Laut Sprout Social werben aktuell etwa 2 Millionen Marken auf Facebook.

Das bedeutet, dass du mit jedem deiner Posts mit 1.999.999 anderen Unternehmen konkurrierst – und das sind nur die Unternehmen, die auch werben. Realistisch gesehen ist es also sehr unwahrscheinlich, dass deine Posts von mehr als nur ein paar Menschen gesehen werden, ohne dass du dafür zahlst.

Facebook und Co. wissen, dass Nutzer ihren Newsfeed nicht mit Inhalten von Marken überflutet haben wollen. Entsprechend arbeiten sie hart daran, ihren Mitgliedern das Erlebnis zu verschaffen, was sie erwarten und verlangen. Denn – du weißt das – genau so machen es gute Marken!

Das könnte bei dir dafür sorgen, dass der Kopf auf die Tischplatte knallt und du dich fragst: „Wie soll ich da jemals mithalten können?“ Besser wäre allerdings, zukünftig einfach noch genauer hinzuschauen, was deine Kunden wollen – umfassende, relevante Werbung, die sich nicht anfühlt wie Werbung – und das ausschließlich.

Paid Social erlaubt es dir, Zielgruppen extrem genau anzusteuern.

Es ist wirklich faszinierend, wie genau das Targeting heutzutage ist.

Nehmen wir Facebook als Beispiel. Du kannst deine spezielle Zielgruppe von Bildungslevel über den Studiengang über online Aktivitäten bis hin zu demographischen Angaben selektieren.

Wir haben oben im Beispiel nur ein paar zufällige Kategorien ausgewählt. Aber du siehst, was wir meinen. Du kannst sogar deine Anzeige ausschließlich iPhone 7 Nutzern abspielen, was für App-Entwickler grandios ist!

Dieses Ultra-Targeting bedeutet, dass du deutlich weniger Geld verbrennen wirst. Anstatt deine Anzeige Menschen zu zeigen, die ganz sicher nicht kaufen werden, was du verkaufst – bspw. Männern  Umstandsmode – kannst du davon ausgehen, dass die Menschen, die deine Anzeige sehen, zumindest ein grundsätzliches Interesse an deinen Produkten oder Dienstleistungen haben.

Das ist gut fürs Unternehmen aus zwei Gründen.

Erstens, nervst du nicht mit Anzeigen für Dinge, die niemanden interessieren.

Und zweitens, entwickelst du dir eine eigene Zielgruppe. Selbst wenn Nutzer deine Anzeige das erste mal sehen und heute nicht kaufen, erweckt sie dennoch Aufmerksamkeit und sorgt eventuell dafür, dass über längere Sicht ein treuer Kunde gefunden wird.

Es ist extrem ressourcen- und kostengünstig

Das Erstellen einer Facebook-, LinkedIn-, Pinterest- oder Instagramanzeige ist keine leichte Sache, aber für die meisten Menschen dennoch vergleichsweise schnell zu erlernen – im Gegensatz zu dem enormen grafischen Können, das für das Erstellen einer Banneranzeige nötig ist.

Was ebenfalls hilfreich bei Paid Social ist:  Es gibt verschiedene Stufen der Schwierigkeit und Komplexität gibt.

Zu Beginn kann man mit sehr einfachen Anzeigen und Targeting anfangen.

Wenn der Einstieg geglückt ist, kannst du dir deine Statistiken anschauen und analysieren, was gut und was nicht so gut geklappt hat. Zudem kannst du über den Facebook Ad Manager A/B Tests laufen lassen und sehen welche Anzeige wie performed.

Obwohl Social Media Expertise natürlich hilft und du definitiv einen Social Media Manager im Team haben solltest, MUSST du kein Experte sein, um mit Paid Social zu starten.

Ein anderer Faktor ist das Budget: Es muss nicht groß sein. Die Anzeigen, egal bei welcher Plattform, starten alle bei sehr humanen Preisen – ungefähr 16 Cent bis 1€ pro Klick. Der Preis setzt sich aus der Größe deines Budgets, der Anzahl an Menschen die du erreichen möchtest und vielen weiteren Faktoren zusammen.

Dennoch musst du keine Sorge haben, auf einmal eine 1000 € Rechnung auf den Tisch zu bekommen, weil viele Menschen auf deine Anzeige geklickt haben. Mit Facebook (und Instagram, da es zu Facebook gehört), kannst du ein tägliches oder wöchentliches Budget für deine Kampagnen festlegen und so dafür sorgen, dass die Anzeige nicht mehr ausgespielt wird, sobald dein Ausgabelimit erreicht wurde.

Wenn du also dein Budget auf 5 € pro Tag festlegst, gibst du auch nie mehr als 5 € am Tag aus. Punkt.

Das ist vor allem für kleinere Unternehmen hilfreich, die nicht so viel Spielraum in ihren Budgets haben. Zudem sind sich Marketer darüber einig, dass der ROI bei Social Ads signifikant ist – zweifellos wirst du deshalb dein Investment für die Anzeigen auch wieder reinholen.

Paid Social ist da, um zu bleiben, und es wird zukünftig immer stärker wachsen und an Relevanz gewinnen – zumindest in absehbarer Zukunft.