Wenn du bereits den Facebook Business Manager nutzt, oder in naher Zukunft planst ihn zu nutzen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du bereits von dem Facebook Pixel gehört hast.

Dieser Guide richtet sich an all jene, die alles aus ihrem Facebook Marketing heraus holen wollen und bisher noch nicht den Facebook Pixel nutzen. Egal ob du ein Kleinunternehmer, ein Freelancer oder ein Onlinestore-Betreiber bist: Wenn du den Traffic auf deiner Website erhöhen, Leads generieren oder deine Verkäufe ankurbeln willst, ist es wichtig sich mit den Möglichkeiten des Facebook Pixel gut auszukennen.

Die Nutzung des Facebook Pixels öffnet eine ganze Welt an Möglichkeiten für Unternehmen und Marketer. Durch die diversen, von der Plattform zur Verfügung gestellten Tools, können die Ergebnisse deiner Marketingmaßnahmen erheblich verbessert werden.

Durch die Einbindung des Pixel im Code deiner Website, ermöglichst du Facebook cookie-tracking und das Senden von Daten an deinen Business Manager Account, sobald ein Nutzer mit deiner Website interagiert.

Was ist der Facebook Pixel eigentlich?

Der Facebook Pixel ist ein paar Zeilen Code, den du zu deiner Website oder Landingpage hinzufügen kannst. Diese einfache Implementation ermöglicht einen stetigen Fluss an Informationen zwischen dem was mit deinen Facebook Anzeigen und dem was außerhalb von Facebook, also deiner Website, passiert.

So sieht der Code aus:

Die Informationen, die durch den Pixel an Facebook übertragen werden, lassen sich in drei Bereiche unterteilen:

  • Wer hat deine Website besucht?
  • Wie sind sie zu deiner Website gelangt?
  • Was haben sie auf deiner Website gemacht?

Wer hat deine Website besucht

Wenn der Pixel auf einer Website platziert ist, “markiert” er jeden einzelnen Besucher (egal woher dieser Besucher kommt), so dass er später diesen Nutzer wiedererkennen kann und die Daten mit dem jeweiligen Facebook Profil (solange sie eingeloggt sind) in Verbindung bringen kann.

Hier ein Beispiel: Lisa besucht deinen Onlineshop am Dienstag während sie gleichzeitig auf Facebook eingeloggt ist, schaut sich ein paar Artikel an und verlässt die Seite ohne etwas gekauft zu haben. Das nächste mal, wenn sie auf Facebook surft, kannst du sie mit einer Anzeige targeten die ihr genau die Produkte anzeigt, die sie mag. Lisa erinnert sich so an deinen Onlineshop und die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass sie etwas kauft.

Wie sind sie zu deiner Website gelangt

Diese Daten sind besonders relevant für Facebook Traffic, speziell für Conversion tracking. Damit du deine Anzeigen so genau wie möglich optimieren kannst, musst du so viel wie möglich über Conversions (Leads, Käufe, Button Klicks) wissen. Es ist wichtig, dass du genau weißt, woher welche Conversion kam – welche Kampagne, Anzeigengruppe und welche Anzeige den Kunden zu dir gebracht hat.

Was haben sie auf deiner Website gemacht

Wenn zusätzlich zum Pixel die Basic und/oder Custom Events auf der Website implementiert werden, ist es dir möglich, jede einzelne Handlung auf der Website nachzuvollziehen die wichtig oder interessant für dich ist. Wenn genügend Daten von einer bestimmten Aktion (Conversion) auf der Website gesammelt wurden, ist es möglich deine Anzeigen an Menschen auszuspielen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die gleiche Handlung auf deiner Website durchführen würden.

Um zurück zu unserem Beispiel zu kommen: Lisa hat gerade einen neuen Artikel in ihrem Warenkorb hinzugefügt. Dies ist eine vordefinierte “add to cart” conversion. Mit dem implementierten Pixel, kannst du alle diese “add to cart” Conversions von Nutzern wie Lisa tracken. Diese Daten ermöglichen es dir nun eine Kampagne mit dem Conversion Ziel “add to cart” zu erstellen. Nun wird Facebook mit Hilfe der Pixeldaten deine Anzeige Menschen zeigen, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ebenfalls Artikel in ihren Warenkorb legen werden. Denke daran, dass du alle Handlungen von Lisa auf deiner Website mit Hilfe von vordefinierten Conversions tracken kannst. Darüber werden wir im weiteren Verlauf dieses Artikels noch sprechen.

Wie du den Facebook Pixel einrichtest

Den Pixel zu implementieren, ist ziemlich einfach und unkompliziert. Du findest detaillierte Informationen innerhalb des Ad Managers. Die grundlegende Implementation geschieht allerdings, wenn du den Basiscode direkt aus dem System kopierst und in einen bestimmten Bereich deiner Website integrierst. All das kann allerdings sehr verwirrend sein, besonders wenn man sich gerade erst mit der Thematik zu beschäftigen beginnt. Lass uns das Thema also in einzelne Schritte herunterbrechen:

Schritt 1: Generiere deinen persönlichen Pixel

Egal ob von deinem einfach Ad Manager Account oder aus dem Business Manager heraus, klicke auf “Menü” und dann auf “Pixels”.

Danach klicke auf den “Pixel erstellen” Button, benenne deinen Pixel und klicke auf “Weiter”.

Schritt 2: Installiere den Pixel Basis Code UND definiere spezifische Events auf deiner Website

Es gibt zwei Wege den Pixel zu installieren: Die Nutzung einer der Integrationen oder die einfache copy and paste Methode.

Für diesen Artikel nutzen wir die copy and paste Variante:

Kopiere zunächst den gesamten Pixel Code und füge ihn in den Header deiner Website ein. Hier kannst du mehr darüber erfahren, was ein Header genau ist und wo du ihn findest.

Finde die <head></head> tags in deinem Website Code (oder suche das Headertemplate in deinem CMS oder Webplatform) und kopiere dort den Code hinein. Klicke dann auf “Weiter”.

Als nächstes solltest du die Events, also die Handlungen, definieren die du tracken möchtest. Starte damit, dass du jeden einzelnen für dich relevanten Eventcode kopierst und in den entsprechenden Bereich deines Website Codes kopierst (z.B. unter den </head> deiner “vielen-dank” Seite oder angehängt an ein spezielles JS oder HTML Element wie ein Button Klick).

In dieser Phase stellt Facebook drei verschiedene Vorlagen für Eventcodes zur Verfügung: Einfach, Empfohlen und Fortgeschritten. Lese hier mehr zu dem Thema, um besser zu verstehen, welche Methode für dich am besten geeignet ist.

Wie finde ich heraus, ob der Pixel funktioniert?

Jetzt, wo du alle Schritte zur Implementierung des Pixels durchlaufen hast, solltest du dich versichern, dass der Pixel auch tatsächlich funktioniert und all die harte Arbeit für dich erledigt. Um dies zu überprüfen, gehe einfach zurück zu “Pixel” in deinem Ad Manager Menü und überprüfe, ob der Status “Aktiv” lautet. Wenn ja, dann ist dein Pixel online und funktioniert. Denk daran, dass es bis zu 20 Minuten dauern kann, bis der Pixel seinen Status verändert, nachdem er installiert wurde.

Sollte dein Pixel “Keine Aktivität” anzeigen, funktioniert er nicht richtig. Für mehr Informationen und Hilfe kannst du dann das Facebook Hilfe Zentrum aufsuchen oder versuchen das Support Team zu erreichen.

Eine weitere Möglichkeit zu überprüfen, ob der Pixel funktioniert, ist das Add-On FB Pixel Helper. Einmal in deinem Browser installiert, zeigt dir das kleine Tool an, ob der Pixel auf deiner Website funktioniert oder nicht.

Nach der Installation erscheint neben der URL-Leiste ein kleines Icon (siehe unten). Jedes mal, wenn du nun auf eine Website gehst, wird dir der FB Pixel Helper zeigen, ob ein Pixel installiert ist, welche Handlungen getrackt werden und ob der Pixel ordnungsgemäß funktioniert.

So sieht der installierte FB Pixel Helper aus:

Reicht es aus den Pixel auf der Website zu installieren um Website Besucher zu sammeln und Conversions zu tracken?

Die kurze Antwort lautet: Nein.

Es ist wichtig zu wissen, dass es nicht ausreicht nur den Pixel auf der Website zu platzieren und keine andere Funktion zu aktivieren. Der Pixel wird Daten sammeln, ja, aber ohne weitere Handlungen wird das Facebook Werbesystem nichts produktives mit diesen Informationen unternehmen.

Wenn es zu Zielgruppen kommt, musst du dem Pixel genau sagen, welche Zielgruppen du targeten willst (alle Besucher, Besucher von bestimmten Seiten, etc.). Dies kannst du im Tab “Zielgruppen” einstellen:

Beispielsweise kannst du eine Zielgruppe erstellen die “Alle Besucher in den letzten 30 Tagen” heißt. Dafür wählst du den Wert “Alle Website Besucher” im Dropdown Menü aus:

Beim Thema Conversions, weiß der Pixel nicht, was als Conversion gewertet wird, solange du dies nicht korrekt im System hinterlegst.

Der einfachste Weg ist eine “Custom Conversion”, basierend auf einer bestimmten Seite anzulegen (z. B. die “vielen-dank” Seite, die nach einer erfolgreichen Newsletter Anmeldung erscheint):

Jetzt, da du deine erste Conversion für Facebook definiert hast, wird eine neue Reihe auf der “Custom Conversion” Seite erstellt. Du kannst den Status der Conversion Aktivitäten in der entsprechenden Spalte überprüfen.

Wie kann ich den Pixel nutzen, um meine Anzeigen besser performen zu lassen?

Sobald du genug Daten zu einer bestimmten Conversion gesammelt hast (ca. nach 8-10 Tagen), wird es dir möglich sein, deine Anzeige Menschen auszuspielen, die sehr wahrscheinlich die von dir definierte Conversion durchführen werden.

Du tust das, indem du Conversion als dein Kampagnenziel auswählst.

Bei jeder Anzeigengruppe, wirst du gefragt werden, welche Conversion du für die Auslieferung deiner Anzeigen nutzen willst:

Nachdem du deine Ziele, den Zeitplan und die Platzierungen gewählt hast, kannst du dem System sagen, wie viel du bereit bist, pro Conversion zu zahlen. Nun, ausgerüstet mit all den wichtigen Informationen und dem Budget, wird das System sein bestmögliches tun, um die Anzeigen den Menschen anzuzeigen, die die gewünschte Conversion ausführen werden. Alles im Rahmen der von dir definierten Gebotsoptionen.

Der Pixel funktioniert und die Conversions sind definiert, aber die Kampagne zeigt keine Conversions an. Was kann ich tun?

Schaue zunächst, ob deine “Custom Conversion” online und aktiv ist. Funktioniert alles korrekt, bedenke, dass die gemessenen Conversions auch von “Nicht-Facebook” Traffic entstehen können (z. B. Organisch/E-Mail)

Eine anderer Grund, warum du keine Conversions in deiner Kampagne siehst, könnte sein, dass der Button auf Anzeigen Ebene ausgeschaltet ist. Um dieses Problem zu umgehen, gehe immer auf Nummer sicher und wähle die Option “Tracke alle Conversions meines Pixels”.

Ich habe mehrere Facebookseiten/Websites und Produktlinien. Kann ich immer denselben Pixel nutzen oder brauche ich für alles einen eigenen?

Grundsätzlich, ja. Es ist möglich den gleichen Pixel für verschiedene Seiten zu nutzen. Denke nur immer daran, verschiedene Custom Audiences für jede einzelne Website zu erstellen.

Allerdings ist die Optimallösung im Hinblick auf Performance, und so wie Facebook empfiehlt, für jede Domain einen eigenen Pixel zu erstellen bzw. zu installieren.

Tipp: Wenn du den Facebook Business Manager nutzt und mehr als eine Facebook Seite und Werbekonto verwendest (die sich mehr oder weniger die gleiche Zielgruppe teilen), kannst du die Funktionen “Pixel teilen” oder “Zielgruppe teilen” nutzen, um die entsprechenden Informationen zwischen zwei Werbekonten auszutauschen. So kannst du dir viel Arbeit sparen.

Viel hilft viel

Der Facebook Pixel bietet dir unglaublich viel Flexibilität und Power um deine Anzeigen, Zielgruppen und sogar deine produkte besser zu verstehen. Es wird dir helfen deine Zielgruppen besser zu definieren und dein Budget besser einzusetzen. Solltest du bei der Nutzung auf Probleme stoßen oder einfach noch mehr aus deinen Anzeigen herausholen, kannst du uns gern jederzeit kontaktieren. Wir wünschen dir bestes Gelingen!